Liebe Freunde, heute möchte ich allen danken, die mit ihrer Kraft und ihrem Geldbeutel dazu beigetragen haben, unseren Informationstag am 30.10.2010 durchzuführen. Viele von Euch haben sich beteiligt und das stärkt unser Zusammengehörigkeitsgefühl. Und nicht nur das! Diese gemeinsame Stärke wird auch nach außen sichtbar und wahrgenommen. Die Vertreterin des Bürgermeisters, Frau Susann Laatz, und auch unser Bürgervorsteher Ulf Ostermann haben sich bei einem Besuch in unseren Gruppenräumen sehr positiv zur Arbeit der Suchtkrankenhilfe geäußert. Beide waren beeindruckt von dem umfangreichen Gruppenangebot und von der Vielfalt der zu behandelden Süchte. Zusammenfassend ist zu sagen, daß es sich aus unserer Sicht um eine gelungene Veranstaltung gehandelt hat, die wir nach Abstimmung mit euch allen, auch im Jahr 2011 wiederholen sollten.

Richard und Johnny

 

Glückstadt spart

Die Bürger unserer Stadt haben rund 2,2 Millionen Euro Schulden! Eine Summe die erschreckt und bestürzt macht. Da ist jetzt wirklich mal sparen angesagt; und dabei geht es um die sogenannten "freiwilligen Leistungen". Diese Leistungen umfassen ein Volumen von rund 1,0 Millionen Euro. Das hört sich viel an und es ist auch viel. Von dieser Summe bekommen die Kindergärten in Glückstadt ca. 600.000 Euro. Von den verbleibenden 400.000 Euro geht die Hälfte, also 200.000 Euro an unsere Stadtbücherei und ca. 130.000 Euro bekommt der Verkehrs- und Gewerbeverein als Personalzuschuss.

Da bleibt nicht mehr viel zu verteilen. Der ETSV bekommt 13.500 Euro für seine hauptberuflichen Sportlehrer mit der Auflage einer Kürzung von jährlich 10% ab 2011. Kürzungen und Stellenstreichungen beim Museum und im Kunsthaus sind gleichfalls beschlossene Sache.

Aber es gibt auch Institutionen, die weiterhin ihre ungekürzten Zuschüsse erhalten sollen. Der Spielmannszug bekommt 200 €‚¬, der Seniorenbeirat 500 €‚¬. Aufgrund ihrer Unverzichtbarkeit bekommen die AWO und die Suchtkrankenhilfe jeweils 3.600 €‚¬ als Mietzuschuss. 4500 €‚¬ gehen an den Mittagstisch der Familenbildungsstätte und jeweils eine weitere Förderung an die Volkshochschule und die Musikschule  als Zuschuss zur Gebäudenutzung. 

Damit erfahren wir als Suchtkrankenhilfe eine weitere Anerkennung unserer wichtigen ehrenamtlichen Arbeit. Diese Anerkennung beinhaltet aber auch die Verpflichtung, uns wie bisher, mit aller Kraft unserer sozialen Aufgabe zu widmen. 

Johnny

 

 

Berlin ist einfach nur knorke!

Wieder zu Hause! Aber was war das für eine Fahrt! Wir brauchen sicher noch lange, um alle Eindrücke dieser tollen Aktion verarbeiten zu können.

Wir, das sind Mitglieder verschiedener Gruppen der Suchtkrankenhilfe Glückstadt e. V. . Helmut und Richard, Initiatoren der Freitagsgruppe, hatten gerufen und aus der Montags.- Dienstags.- und Freitagsgruppe fanden sich Interessierte ein, um auf die große Reise nach Berlin und Potsdam zu gehen.

Freitag, Morgens um Acht, also zu fast nachtschlafender Zeit (jedenfalls für einige von uns..)begann in Glückstadt unsere Fahrt in zwei Kleinbussen. In zügiger Fahrt, nur unterbrochen von einer kleinen Pause auf dem Rastplatz Stolpe, näherten wir uns unserer Bundeshauptstadt.

Nach einigen Stunden Fahrt, bei denen bei launigen Gesprächen ganz sicher keine Langeweile aufkam, erreichten wir unser Ziel:

Berlin, eine Metropole im Aufbruch. Seit der Wende im Jahre 1989 im Grunde ein Musterbeispiel für moderne Architektur und natürlich auch für die daraus erwachsenden Baustellen, die unübersehbar unseren Weg begleiteten. Wenig deutet noch darauf hin, dass diese Stadt bis zur Wende eine geteilte Vergangenheit hatte. Sie ist im wahrsten Sinne des Wortes zusammen gewachsen.

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In einer Kurzversion einer Stadtrundfahrt wurden uns viele Sehenswürdigkeiten nahe gebracht, deren nähere Betrachtung sicher bei ausreichender Zeit lohnend gewesen wäre. Aber uns lief ein wenig die Zeit davon, denn als nächster Programmpunkt sollte eine Fahrt mit einem historischen Dampfschiff, gebaut 1908, auf der Havel folgen.

Also vorher ab ins Quartier, Koffer ausgepackt, kurz Händewaschen, ein Tässchen Kaffee und auf ging es nach Potsdam, dieser wundervollen Stadt im Brandenburgischen. Das daraus eine kleine Irrfahrt wurde, tat der Stimmung keinen Abbruch und gerade noch zur rechten Zeit erreichten wir unseren Dampfer. 

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Was dann folgte, war kurz und knapp gesagt, eine Erfüllung. Nachdem unser Schiff um 19.30 Uhr abgelegt hatte, wurde uns ein wunderbares, kalt-warmes Buffet mit Getränken nach Wahl geboten, das keine Wünsche mehr offen ließ. Und zur Krönung des Ganzen wurde uns ein Panorama geboten, das seines Gleichen sucht. Potsdam bei Nacht, von der Wasserseite aus gesehen ist ganz einfach unvorstellbar schön! Die direkt an die Havel gebauten, prachtvollen Villen und Renaissance-Bauten erstrahlten in fast märchenhaftem Licht und gestatteten so manch einem von uns einen kleinen Traum vom Luxus.

Zur Verfestigung dieser Eindrücke gab der Kapitän immer wieder Wissenswertes über das zu Sehende preis. Unvergessliche zwei Stunden später legten wir an, immer noch beeindruckt von einer traumhaften Fahrt und guten Gesprächen. Ein ereignisreicher Tag, voll gepackt mit Informationen und Erlebnissen der Extraklasse, verlangte seinen Tribut. Wir kehrten bald darauf glücklich und zufrieden, aber auch rechtschaffen müde in unsere Unterkunft in Berlin, am Moritzplatz, zurück. In froher Erwartung eines weiteren ereignisreichen Tages begaben wir uns alsbald zur Ruhe.

Der Sonnabend versprach bei gutem Wetter laut Vorankündigung unserer Organisatoren wieder das Beste.

Gut erholt und nach einem ausgiebigen Frühstück starteten wir unsere Berlinerkundung mit dem obligatorischen Besuch des Berliner Reichstages. Doch vor Ort wurde unser Tatendrang erst einmal durch eine bestimmt 100 Meter lange Schlange gestoppt, die sich offensichtlich ebenso wenig wie wir von einem Besuch dieses so geschichtsträchtigen Gebäudes abbringen lassen wollte. Eine geschätzte Wartezeit von eineinhalb Stunden. War es das wert? Unsere Zweifel wurden schnell zerstreut, denn eine junge Dame entpuppte sich als rettender Engel. Sie führte unsere Gruppe von Senioren und Behinderten an den geduldig Wartenden vorbei zum Nebeneingang. 5 Minuten später und gründlich kontrolliert, damit auch ja niemand etwas Böses im Schilde führen könne, fanden wir uns in der neu gestalteten gläsernen Kuppel des Reichstages wieder. Wow! Was für ein unfassbar schöner Rundumblick auf die zu unseren Füßen liegende Stadt. Auf einem detaillierten Plan konnten wir alle wichtigen Gebäude der Stadt wieder erkennen. Dann irgendwann der unvermeidliche Abstieg zurück auf den Boden der Tatsachen, oder genauer gesagt: Auf zu neuen Taten. Was folgt dem Reichstag auf dem Fuße? Keine Frage! Das Brandenburger Tor, welches nur einige Schritte entfernt liegt und so bedeutungsvoll in den Himmel ragt. Das wohl bekannteste Wahrzeichen unserer Bundeshauptstadt wurde in den Jahren 1788 - 91 von Kaiser Friedrich Wilhelm II. erbaut und steht direkt im Stadtteil Berlin Mitte.

Auf einer Tour durch die Innenstadt befuhren wir unter anderem die berühmte Straße -Unter den Linden- und die -Friedrichstraße-. Und auch ein langer Blick auf das komfortable Hotel Adlon, Residenz vieler Staatsgäste und Prominenter wurde uns zuteil. Was für eine grandiose, abwechslungsreiche Stadt.

Um ein wenig der Hektik der Großstadt zu entfliehen, ging es dann wieder ins Umland von Berlin, also nach Brandenburg ins Jräne, wie der Berliner so sagt. In der Stadt Brandenburg hatten wir dann wiederum das Vergnügen, eine Schifffahrt auf der Havel zu machen. Dem quälenden Hunger wurde mit uriger märkischer Kartoffelsuppe und Bockwurst der Schrecken genommen und wer dann noch nach einer informativen Flussfahrt Hunger und Durst verspürte, dem wurde auf einem Restaurantschiff ein Eisbecher der Extragröße oder ein Stück Kuchen serviert.

Dann ging es zurück nach Berlin. Zum Abschluss des Tagesprogramms wurde von uns der berühmte Ku'damm unsicher gemacht, wo dann auch noch der letzte Hunger mit kleinen Leckereien gestillt werden konnte. Nach einem langen Tag mit ebenso vielen herrlichen Eindrücken wie am Vortage gab es natürlich noch viel zu erzählen. Aber die Strapazen des Tages trieben uns dann doch ziemlich früh zu Bett, denn wir wollten auch den letzten Tag unserer Exkursion noch frisch und aufgeweckt erleben.

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Sonntag! Frühstücksbuffet in aller Ruhe. Und gestärkt ging es dann zu einem Kunst- und Antiquitätenmarkt. Wer alles auf sich wirken lassen wollte, musste sich schon mit einem zweistündigen Fußmarsch arrangieren. Dabei wurden mindestens 3 Kilometer zurückgelegt, die es in jeder Hinsicht in sich hatten. Wiederum ein schönes Erlebnis und tausende farbige und begeisternde Eindrücke.

Dann nochmals zum Brandenburger Tor. Und kaum ein Tourist (also auch wir!) lässt es sich entgehen, dort ein Beweisfoto zu schießen: -Guck mal, wir waren auch schon da!-. Oben drauf die Quadriga unten drunter wir! Bitte lächeln!

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Der nun einsetzende Hunger vertrieb den Wissenshunger und vorbei an den Abrissarbeiten am Palast der Republik, dem so genannten Palazzo Protzo, dem Vorzeigekunsttempel der ehemaligen DDR, am Alexanderplatz, ging es nun zu einer typischen Berliner Kneipe. Was dort zum Mittagessen aufgefahren wurde, grenzte an Gigantomanie. Ganze Berge von Bratkartoffeln, Schnitzeln, Sülze und Eiern wurden gereicht, und wer da nicht satt wurde, der konnte einfach nicht normal sein! Der anschließende Verdauungsspaziergang tat jetzt Not und führte uns zum bekannten Roten Rathausœ, dem Sitz des Berliner Senats. Vor der Wiedervereinigung war das Rote Rathaus der Sitz des Ostberliner Bürgermeisters und sozusagen das Pendant zum Schöneberger Rathaus im Westteil Berlins.

Nun war es der Kultur genug. Die Füße und der Kopf baten um Schonung. Zurück zu den Bussen Und dann ging es anschließend mit Volldampf durch Berlin. Die Heimat rief!

Nach unserer Ankunft in Glückstadt waren sich alle Teilnehmer einig! Das war ein Wochenende der Superlative. Eine Aneinanderreihung positiver Erlebnisse. Das Zwischenmenschliche kam dabei nicht zu kurz. Das Fazit: Eine tolle Organisation von Richard und Helmut, die uns mit viel Elan ein unvergessliches Ereignis schenkten. Dafür sei den beiden von ganzem Herzen Dank gesagt! Auf ein Neues!

Johnny Boos

 

Mehlbüdel und Theater

Am Samstagabend traf sich die Donnerstagsgruppe mit ihren Verwandten im Tivoli Glückstadt zum Theaterbesuch und Mehlbüdelessen. Einige kannten das heimliche Dithmarscher Nationalgericht noch nicht, waren aber, wie das Bild zeigt, sichtlich zufrieden.

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Das Gericht

Ein Mehlkloß wird in einem Tuch im Wasserbad zusammen mit Kochwurst, Schweinebacke und Kassler ca. zwei Stunden gekocht. Angerichtet mit Pellkartoffeln, Senf- und Kirschsauce, dem Fleisch und natürlich auch dem Kloß wird es dann serviert.

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Nach dem leckeren Essen spielte die Glückstädter Speeldeel das Stück mit dem Titel " Sluderkraam in`t Treppenhus ". Vor lauter Lachen kamen uns zeitweilig die Tränen und das alles ohne Alkohol. Unser besonderer Dank ging an die Speeldeel und mit einem Lächeln im Gesicht machten wir uns zu später Stunde auf den Heimweg. Ein schöner gemeinsamer Abend ging zu ende.

Helga und Gerd

 

Fahrt ins Weserbergland

Pünktlich am 31.08.2012 um 07.45 bzw. 08.00 Uhr ging unsere diesjährige Ausfahrt los. Wir fuhren mit dem Busunternehmen Schmidt aus Westerhorn, da unsere bewährten Busfahrer Johnny und Helmut bereits nach der Fahrt 2011 erklärten, daß sie zukünftig diese Anstrengung und Verantwortung nicht mehr übernehmen möchten. An dieser Stelle " Danke Helmut, danke Johnny!".

Alle Gäste waren eingesammelt und los ging es. Als erster Stop wurde die Raststätte Allertal angelaufen. Dreiviertel Stunde Pause, um den größten Durst und Hunger zu stillen.

Weiter ging es in die schöne Rattenfängerstadt Hameln und ab ins urgemütliche Restaurant Pannekoken, leckere Pfannkuchen süß oder kräftig in allen Variationen konnte man da genießen.

 
 
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Wo sind die anderen. Hameln ist schön!

Gut gestärkt bummelten wir anschließend durch Hameln. Schnell lief die Zeit und wir trafen uns alle am Bus, um unser Hotel " Lippischer Hof" in Lüdge-Elbrinxen anzusteuern.

Nach dem Bezug der Zimmer wurde uns um 18.30 Uhr das Essen ( sehr lecker ) serviert, oh Wunder, wir hatten doch schon wieder Appetit. Einige rafften sich danach noch zu einem Spaziergang auf, andere vielen erschöpft ins Bett.

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Unsere Unterkunft

Der Sonnabend begann mit einem prima Frühstücksbufett. Nach dieser Stärkung ging es durch das herrliche Weserbergland nach Bad Pyrmont. Dort suchten wir die Dunsthöhle auf, die in ihrem unteren Bereich mit CO2-Quellgas geüllt ist. In einer Tiefe zwischen 3000 und 4000m befindet sich ein erkalteter Magmaherd, aus dem dieses giftige Gas entweicht. Wir fanden die Führung Äußerst interessant, besonders beeindruckend waren die auf dem Gas schwebenden Seifenblasen, die von dem Vortragenden in den Raum geblasen wurden. Die anschließende Freizeit in Bad Pyrmont wurde zum shoppen, Heilwasser trinken oder Eis essen genutzt. Der von vielen besuchte Schloßpark mit seinem Palmengarten war ein wirkliches Erlebnis.

Und es ging weiter. Mit dem Bus nach Polle und auf einem Weserschiff abwärts nach Bodenwerder. In Bodenwerder wartete bereits unser Busfahrer Heiko, um uns an unseren Abendbrottisch ins Hotel zu fahren.

Gut gestärkt trafen sich alle Gruppenmitglieder im Kaminzimmer, um über das Thema "Wann ist der Freundeskreis ein Kreis von Freunden" zu diskutieren.

Johnny ließ uns zwei Gruppen bilden, die dann in gemeinsamer Arbeit Gedanken und Ideen zu Papier brachten. Es stellte sich heraus, daß die Meinungen bei diesem Thema sehr unterschiedlich sind und umfangreichen Diskussionsstoff bieten. Zu einem Konsens kamen wir nicht. Nach 1 1/2 Stunden erholten wir unsere erhitzten Gemüter bei einem gemütlichen Spaziergang zur tausendjährigen Linde. Einige gingen ins Bett, einige schwangen noch das Tanzbein.

Nach dem Frühstück am Sonntag hieß es dann " Koffer packen " und mit Umweg Richtung Heimat. Ein Besuch in der Porzellanmanufaktur Fürstenberg stand noch auf dem Plan. Nach einer interessanten Führung durch das Schloß mit Erläuterungen über Porzellanherstellung und Geschichte suchten wir noch den Werkverkauf der Manufaktur auf. Danach hieß es aber endgültig " ab nach Hause ", nicht ohne auf dem Autohof Mellendorf einen stärkenden Zwischenstop einzulegen.

Fazit: Fast alle 22 Teilnehmer waren von der Fahrt begeistert und freuen sich schon auf das Jahr 2013.

Text: Ingrid

Bilder: Elke